Verfasst am 22. August 2010 um 14:17 Uhr von JAY
 

Die Gamescom 2010 in Köln ist mittlerweile vorbei. Wir waren vor Ort und haben für euch die auf der Messe vorgestellte Demo zu Driver San Francisco angespielt. Gezeigt wurde der Mehrspieler-Modus "Trail-Blazer" oder zu Deutsch "Spurleger". Im Gegensatz zu den Ständen vieler anderer Publisher wurden die Titel aus dem Hause Ubisoft an einem offenen Stand gezeigt. Der Andrang am Stand von Driver San Francisco hielt sich sowohl am Freitag als auch am gestrigen Samstag in Grenzen. An anderen Ständen betrug die Wartezeit zum Anspielen teilweise über 3 Stunden.

Gespielt wurde auf der Playstation 3. Eine Spielsession dauerte etwa 5 Minuten. Man spielte gegen 3 weitere KI-Kontrahenten. Ziel war es, ein ebenfalls von der KI gesteuertes Fahrzeug zu verfolgen und dabei möglichst oft im Windschatten des Flüchtenden zu fahren, gekennzeichnet durch Leuchtspuren. Die Gegner versuchten das auch, indem sie den Spieler zur Seite rammten. Auch die Shift-Funktion konnte eingesetzt werden. In der Demo bestanden dabei keinerlei Einschränkungen, d.h. man konnte soviel Shiften wie man wollte. Das führte dazu, dass man die Hälfte der Spielzeit nicht mit Fahren, sondern mit Shiften verbrachte, um z.B. nach einem Crash wieder schnell an das flüchtige Fahrzeug heranzukommen. Für die finale Version ist ein Shift-O-Meter geplant. Das ist auch notwendig, da sonst das eigentliche Fahren zu kurz kommt und der Schwierigkeitsgrad drastisch sinkt.

Die Steuerung ging gut von der Hand. Die rechte Schultertaste steht für das Gaspedal, die linke für die Bremsen. Über die Vierecks-Taste konnte die Handbremse betätigt werden, mit Hilfe der X-Taste wird Shift aktiviert. Über den linken Analogstick wurde das Fahrzeug gelenkt. Die Fahrphysik erinnerte uns sehr an Teil 1 - anspruchsvoll, aber dennoch action-lastig.

Das Spiel lief sehr flüssig. Leider konnte uns die Grafik noch nicht ganz überzeugen. Es fehlt an der Liebe zum Detail. Die Stadt wirkt noch recht leblos, obwohl jede Menge Fußgänger am Straßenrand unterwegs waren, die beherzt zur Seite hechten, wenn man ihnen zu nahe kommt. DIe Animationen wirkten teilwese noch etwas komisch.

Insgesamt hinerlässt die Demo bei uns gemischte Gefühle. Das Spiel hat durchaus Potenzial, dennoch läuft man aufgrund der Shift-Funktion Gefahr, dass Driver zum Arcade-Raser mutiert. Das Ziel von Reflections sollte jedoch ein ansruchsvolles Action-Rennspiel sein. Wer einen weiteren GTA-Klon im Stile eines Driver 3 erwartet, den müssen wir gleich wieder enttäuschen. Mit Teil 5 entwickelt sich die Serie in eine neue Richtung. Wenn die Story überzeugt und man die grafische Messslatte noch etwas weiter oben ansetzen kann, könnte man wieder an die alten Erfolge des ersten Teils anknüpfen.

Bilder oder Videos können wir euch leider keine präsentieren, da das Fotografieren und Filmen der Monitore verboten war und jede Menge Ubisoft-Mitarbeiter darauf achteten, dass dieses Verbot auch eingehalten wurde. Stattdessen haben wir für euch wenigstens einige Bilder vom Ubisoft-Stand mitgebracht. Und wer sich in die Schlange eingereiht hatte, um das Spiel auszuprobieren, der bekam noch einen Aufkleber im Stile eines Nummernschilds geschenkt.

 
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